Zusammenfassung: Die Gurke ist in den USA und Indien eine wirtschaftlich bedeutende Kulturpflanze. Sie ist jedoch durch verschiedene Insektenschädlinge und mikrobielle Krankheiten bedroht. Nachhaltige biologische Bekämpfungsmethoden, die nützliche Mikroorganismen und natürliche Feinde einbeziehen, können helfen, diese Schädlinge zu bekämpfen und die Qualität und den Ertrag von Gurken zu verbessern.
Überblick:
Welche Schädlinge befallen Gurkenpflanzen?
Kürbisranken-Einfassung
Gefleckter Gurkenkäfer
Gestreifter Gurkenkäfer
Squash Bugs
Bakterienwelke der Gurke
Gurkenmosaikvirus
Melonenblattläuse
Wie bekämpfe ich Schädlinge an Gurken?
FAQ
Zusammenfassung
Gurken sind eine wichtige Kulturpflanze für die Wirtschaft vieler Länder, darunter die USA und Indien. Die USA produzierten 2022 595,630 Tonnen Gurken, Indien 183,223 Tonnen. Der Gurkenanbau in beiden Ländern ist anfällig für verschiedene Schädlinge. In Indien verursachen Schädlinge je nach Region einen geschätzten Ertragsverlust von 30–40 % bei Kürbisgewächsen (zu denen auch Gurken gehören). In den USA sind Gurken ebenfalls anfällig für verschiedene Schädlinge, die wirtschaftliche Schäden verursachen. Dieser Artikel konzentriert sich darauf, wie man Schädlinge und Krankheiten an Gurkenpflanzen erkennt und wie man sie bekämpft. biologischen Methoden.
Welche Schädlinge befallen Gurkenpflanzen?
Gurken sind anfällig für zahlreiche Insektenschädlinge wie Käfer und Motten und können auch von bakteriellen und viralen Infektionen befallen werden. Viele dieser Schädlinge schädigen vor allem Jungpflanzen, und ihr Ausmaß und ihre Auswirkungen variieren je nach Region.
Kürbisbohrer (Melittia cucurbitae)
Dieser Schädling ist eine Mottenart, die Gurkenpflanzen im Larvenstadium durch Fraß an den Stängeln der Jungpflanzen schädigt. Die Larven erreichen eine Länge von etwa 13 mm, haben einen orangefarbenen Hinterleib mit markanten schwarzen Flecken und können leicht mit Wespen verwechselt werden. Sie legen winzige, flache, braune Eier am Fuß der Wirtspflanzen ab. Die Larven schlüpfen und bohren sich in den Stängel, um sich zu ernähren. Sie sind typischerweise weiß und können bis zu 25 mm lang werden, bevor sie sich im Boden verpuppen. Der Fraß der Gurkenbohrer unterbricht den Wassertransport in der Pflanze, was zu Welkeerscheinungen führt, die sich zu schweren Schäden, dem Absterben der Pflanze und schließlich zum Tod entwickeln können.


Gefleckter Gurkenkäfer Diabrotica undecimpunctata
Dieser Schädling ist eine Käferart, die Gurkenpflanzen durch Fraß an verschiedenen Pflanzenteilen wie Blättern, Blüten, Stängeln und Früchten schädigt. Ausgewachsene Käfer erreichen eine Länge von etwa 5 mm und eine Breite von 2.5 mm. Sie sind gelb mit schwarzem Kopf und weisen 12 schwarze Flecken auf den Flügeldecken auf. Sie legen kleine, orange-gelbe Eier auf die Pflanzen, aus denen sich weiße Larven entwickeln, die bis zu einer Länge von etwa 9.5 mm heranwachsen. Gefleckte Gurkenkäfer schädigen die Pflanzen nicht nur direkt durch ihren Fraß, sondern können sie auch mit dem Bakterium infizieren, das die Bakterienwelke verursacht. Schäden durch gefleckte Gurkenkäfer zeigen sich als Löcher an verschiedenen Stellen der Pflanze. Jüngere Pflanzen sind besonders anfällig für den Befall.


Gestreifter Gurkenkäfer (Acalymma vitatum)
Diese Käferart schädigt Gurkenpflanzen durch Fraß an Blüten und Blättern. Ähnlich dem Gefleckten Gurkenkäfer erreichen sie eine Länge von etwa 5 mm und eine Breite von 2.5 mm, sind aber im Gegensatz zu den Gefleckten Käfern durch ihre schwarzen Streifen leicht zu erkennen. Sie legen ihre Eier in den Boden am Fuß der Wirtspflanzen, und die Larven fressen nach dem Schlüpfen an den Wurzeln. Diese Art überträgt außerdem die Bakterienwelke. Der Schaden zeigt sich als Löcher in den befallenen Bereichen der Pflanze. Ein Befall mit dem Gestreiften Gurkenkäfer kann bei jungen Pflanzen zum vollständigen Blattverlust führen.

Kürbiswanze (Anasa tristis)
Diese Wanzenart ist relativ groß und schädigt Gurkenpflanzen, indem sie die Blattoberfläche ansticht und Pflanzensäfte saugt. Ausgewachsene Kürbiswanzen sind typischerweise dunkelgrau oder braun und erreichen eine Länge von etwa 16 mm. Sie legen ovale Eier von etwa 1.6 mm Länge auf die Blattunterseiten. Die Larvenstadien der Kürbiswanzen, die sogenannten Instare, erreichen eine Länge von etwa 12.5 mm, bevor sie ausgewachsen sind. Die Larven schlüpfen hellgrün aus den Eiern und dunkeln mit zunehmendem Wachstum nach. Schäden durch diesen Schädling zeigen sich als gelbe und braune Flecken auf den Gurkenblättern an den Saugstellen. Er kann außerdem die Gelbverwelkungskrankheit übertragen, die zum Welken der Gurken führt.

Bakterienwelke bei Gurken (Erwinia tracheiphila)
Diese bakterielle Erkrankung kann Gurkenpflanzen schwer schädigen und ist besonders unter trockenen oder wasserarmen Bedingungen schädlich. Sie überwintert in ihren Wirtspflanzen, darunter der gestreifte und der gefleckte Gurkenkäfer. Diese Insekten fressen direkt am Pflanzengewebe und übertragen die Bakterien über ihren Kot in Wunden. Insekten, die an infizierten Pflanzen fressen, können die Bakterien weiterverbreiten. Die Schäden äußern sich durch Welken der Blätter und Austrocknen der Stängel. In schweren Fällen können die Pflanzen absterben, in milderen Fällen wird das Wachstum gehemmt. Treten diese Symptome zusammen mit Gurkenkäferschäden auf, deutet dies stark auf bakterielle Welke hin.

Gurkenmosaikvirus (CMV)
Dieses Virus befällt über tausend Pflanzenarten, darunter auch Gurken. Es ist weltweit verbreitet und kann erhebliche Pflanzenschäden und Ernteausfälle verursachen. Das Gurkenmosaikvirus wird hauptsächlich durch Blattläuse übertragen, die sich von Gurkenpflanzen ernähren. Blattläuse infizieren sich oft von benachbarten mehrjährigen Kulturpflanzen, bevor sie das Virus auf Gurken übertragen. Zu den Symptomen gehören ein charakteristisches Mosaikmuster und verfärbte Ringe auf den Blättern. Die Blätter können sich verformen, gelb und braun werden und nekrotische (abgestorbene) Stellen entwickeln. Das Virus kann auch ein fleckiges Aussehen der Gurkenfrüchte verursachen, was deren Marktfähigkeit mindert.


Baumwollblattlaus (Aphis gossypoii)
Blattläuse sind wichtige Überträger des Gurkenmosaikvirus (CMV). Ihre Überwachung und Bekämpfung tragen dazu bei, die Ausbreitung der Krankheit zu verhindern. Etwa 75 Blattlausarten, darunter die Baumwollblattlaus, sind als CMV-Überträger bekannt. Diese auch als Melonenblattlaus bekannte Art saugt direkt den Saft von Gurkenpflanzen, was neben der CMV-Übertragung auch das Fruchtwachstum beeinträchtigen kann. Baumwollblattläuse werden etwa 1.5 mm lang und können grün, schwarz oder gelb sein. Sie können geflügelt oder ungeflügelt sein und befinden sich typischerweise auf der Blattunterseite. Symptome eines Baumwollblattlausbefalls sind das Einrollen der Blätter und das Auftreten von Rußtaupilzen, die sich im Honigtau der Blattläuse bilden.

Wie bekämpfe ich Schädlinge an Gurken?
Achten Sie auf die oben beschriebenen Symptome. Obwohl diese Schädlinge und Krankheiten Gurkenpflanzen unterschiedlich befallen, sind Veränderungen der Blattfarbe oder -form häufige Warnzeichen. Die Art des Blattschadens kann helfen, die Ursache zu ermitteln. So deuten beispielsweise Löcher meist auf Insektenfraß hin, während Welke oder Mosaikmuster oft auf eine mikrobielle Erkrankung hindeuten. Das gleichzeitige Auftreten von Löchern und Welke kann auf eine Infektion mit dem Gurkenwelkevirus durch Gurkenkäfer hindeuten.
Möglicherweise können Sie ausgewachsene Käfer oder Kürbiswanzen beim Fressen direkt an den Pflanzen beobachten. Kürbiswanzen legen ihre Eier im Gegensatz zu Gurkenkäfern auf die Blattunterseiten. Bei starkem Befall können Sie auch ausgewachsene Kürbisbohrer umherfliegen sehen, die jedoch leicht mit Wespen verwechselt werden können.
Kulturelle Kontrolle
Kulturelle Schädlingsbekämpfung umfasst den Einsatz spezifischer Anbau- und Gartenpraktiken, um das Risiko eines Schädlingsbefalls zu verringern. Diese Methode der Pflanzenbewirtschaftung setzt die korrekte Identifizierung des Schädlings voraus. Die Verwendung von zertifiziertem, virusfreiem Saatgut beugt dem Eindringen des Gurkenmosaikvirus in die Anbaufläche vor. Das Jäten des Bodens und das Entfernen von Pflanzenresten reduzieren ebenfalls die Populationen von Schädlingen wie Gurkenkäfern und Kürbiswanzen. Das Entfernen von Pflanzen mit Anzeichen von Bakterienwelke kann die weitere Ausbreitung der Infektion verhindern. Der Anbau von Fangpflanzen wie dem Blauen Hubbard-Kürbis kann Gurkenkäfer von den Gurken fernhalten.
Biologischer Pflanzenschutz
- Natürliche Substanzen: Diese werden typischerweise aus Pflanzen gewonnen und können zur Behandlung von Pflanzen verwendet werden, um Schädlinge abzuwehren oder abzutöten. Kaolin Ton Kaolin kann auf Pflanzen aufgetragen werden, um eine Schutzschicht zu bilden, die den Fraßdruck des Gurkenkäfers verhindert. Kaolin ist ein Mineral.
- Semiochemikalien: Dies sind Botenstoffe, die zur Störung des Schädlingsverhaltens eingesetzt werden können. Pheromone beispielsweise können verwendet werden, um Mottenarten wie den Kürbisbohrer anzulocken und deren Paarung zu unterbrechen.
- Mikroorganismen: Dies sind Mikroorganismen wie Bakterien, Pilze und Viren, die Schädlinge und krankheitserregende Mikroben abtöten und unterdrücken, aber die Nutzpflanzen nicht schädigen. Zum Beispiel das Bakterium Bacillus subtilis kann helfen, zu bekämpfen Erwinia tracheiphila, die die bakterielle Welkekrankheit der Gurke verursacht.
- Makrobienen: Dies sind größere Tiere, wie beispielsweise bestimmte Nützlinge, die Schädlinge fressen oder parasitieren. Zum Beispiel die Piratenkäfer Sie ernährt sich direkt von den Larven vieler Schädlinge, darunter des Kürbisbohrers. Ebenso ernähren sich die Larven der Blattlausmücke von vielen Blattlausarten, darunter der Baumwollblattlaus.
Chemische Pestizide
Als weltweit führender Anbieter von naturbasierten Erkenntnissen zur Schädlingsbekämpfung fördert CABI das Integrierte Schädlingsmanagement (IPM) als bevorzugter, ökologisch basierter Ansatz zur Erzeugung gesunder Nutzpflanzen, der den Einsatz chemischer Pestizide nur bei Bedarf und unter Einhaltung von Maßnahmen zur Begrenzung der Exposition von Mensch und Umwelt gegenüber diesen Mitteln erlaubt (siehe FAO, Internationaler Verhaltenskodex zum Umgang mit Pestiziden).
Bevor ich darüber nachdenke die Verwendung chemischer Pestizide Landwirte sollten alle verfügbaren nicht-chemischen Methoden zur Bekämpfung von Schädlingen und Krankheiten an Gurken in Betracht ziehen, einschließlich der oben genannten. Für individuelle Beratung zum Schädlingsmanagement besuchen Sie bitte [Website-Adresse einfügen]. CABI BioProtection Portal, wo Sie Ihren Standort und Ihr Schädlingsproblem eingeben können, um maßgeschneiderte Lösungen zu finden.
Falls der Einsatz chemischer Pestizide in Erwägung gezogen wird, sollten Landwirte bevorzugt risikoärmere chemische Pestizide auswählen, die im Rahmen einer IPM-Strategie zur Schädlingsbekämpfung beitragen und gleichzeitig die schädlichen Auswirkungen auf Mensch und Umwelt minimieren. Landwirtschaftliche Beratungsdienste können Informationen über lokal verfügbare, risikoarme Pflanzenschutzmittel bereitstellen, die mit einer IPM-Strategie kompatibel sind. Diese Fachleute können auch Empfehlungen zur erforderlichen persönlichen Schutzausrüstung geben.
FAQ
Was ist der Hauptschädling bei Gurken?
Die Schädlinge, die Gurken befallen, variieren je nach Region. Gurken sind jedoch anfällig für Schäden durch viele Insekten sowie bakterielle und virale Infektionen.
Welches Schädlingsbekämpfungsmittel eignet sich am besten für Gurkenpflanzen?
Der erste Schritt bei der Schädlingsbekämpfung besteht darin, zu entscheiden, ob ein Eingreifen überhaupt notwendig ist, da viele Insekten die Qualität oder den Ertrag von Gurken nicht beeinträchtigen. Anschließend muss der spezifische Schädling oder die Krankheit identifiziert werden, die das Problem verursacht. Sobald der Schädling identifiziert ist, gibt es oft mehrere Möglichkeiten zur Schädlingsbekämpfung. Möglichkeiten der biologischen Bekämpfung zur Lösung des Problems verfügbar.
Was frisst meine gesamte Gurkenpflanze auf?
Weisen mehrere Stellen der Gurkenpflanze sichtbare Schäden auf, könnte der Gefleckte Gurkenkäfer die Ursache sein, da er sich von Blättern, Blüten, Stängeln und Früchten ernährt. Diese Insekten sind gelb mit schwarzem Kopf und weisen zwölf charakteristische schwarze Flecken auf ihren Flügeldecken auf.
Was ist die häufigste Krankheit bei Gurken?
Das Gurkenmosaikvirus ist eine bedeutende Krankheit, die Gurken und über tausend weitere Nutzpflanzen weltweit befällt. Es wird von Blattläusen übertragen und verursacht das charakteristische Mosaikmuster auf den Blättern.
Zusammenfassung
Gurken sind in den USA und Indien wirtschaftlich bedeutende Nutzpflanzen, doch die Erträge werden durch Schädlinge wie Käfer, Motten und mikrobielle Krankheiten bedroht. Diese Probleme können den Pflanzen erheblichen Schaden zufügen und somit Ertrag und Marktwert mindern. Integrierte Schädlingsbekämpfungsstrategien (IPM) umfassen unter anderem: biologischen MethodenSie bieten nachhaltige Lösungen zur Bekämpfung dieser Probleme. Natürliche Feinde, nützliche Mikroorganismen und natürliche Repellentien können den Befall wirksam reduzieren und gleichzeitig den Einsatz chemischer Pestizide nach Möglichkeit minimieren. Durch die Anwendung umweltfreundlicher Bekämpfungsmethoden können Gurkenanbauer gesunde Ernten erzielen, die Fruchtqualität verbessern und die langfristige Nachhaltigkeit der Landwirtschaft fördern.
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